Interessantes

Na so was!

Wynton Marsalis ♥ Eric Clapton

Für mich als Barockmusikerin einfach genial!

 



ARVO PÄRT

Für mich einer der ganz besonders begnadeten Komponisten der neuen Musik. Gebürtig in Estland, hat er die österreichische Staatsbürgerschaft (was mich damit etwas mit ihm verbindet). Klangmaterial für seine Kompositionen entlehnt er vor allem den Werken von J.S.Bach (was mich wiederum mit ihm verbindet). Besonders interessant schein mir die Tatsache, dass er in den 70 er Jahren der russisch-orthodoxen Kirche beigetreten ist und somit sich eine ganz neue Sprache in seinen Kompositionen findet.

EIN GENUSS

„Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen
in dem alle Farben enthalten sind.
Nur ein Prisma kann diese Farben voneinander trennen und sichtbar machen;
dieses Prisma kann der Geist des Zuhörers sein.“
                                                                                                               Arvo Pärt


Günter Lierschof – Buchpräsentation

im Rabalderhaus in Schwaz am 13.Okt. 2016


Leonard Cohen

diese CD zählt zu meiner Favoritenliste

 

leonhard-cohen

 

BRIAN BLADE

ein Jazzmusiker, der einen nur staunen lässt!

DENKALARM 2 – „dünne luft“ – Milena Meller Malerei

 

14. Oktober 19.00 Uhr, styleconception.openspace 6020 Innsbruck Mentelgasse 1

DENKALARM – Kunstvermittlung – die andere – mit Günter Lierschof

DENK-ALARM

„Kritik der kabarettistischen Vernunft“
 Kunstvermittlung  – die andere
mit Günter Lierschof
ab Herbst regelmäßig im
styleconception.openspace von Charly Walter,
Mentlgasse 12b a-6020 Innsbruck/Austria

DENK-ALARM 1     Freitag 23. September 19.00 Uhr
in Szene gesetzt von Wolfgang Hundegger (Schauspieler)

Anlass: Ausstellung einer Parkbank in subtropischer Vitrine von

Thomas Medikus, am Platz vor dem Tiroler Landestheater

im Rahmen der „Innsbrucker stadt-potenziale“

Denkalarm:

„Rede zur Eröffnung der Ausstellung – Alpen-Bank-7000 – 

gefördert durch die Fondation Helvetica et Austria,
gehalten am“ Piz Palü“ – von Günter Lierschof.
zynisch –

                   komisch –

                                             logisch

Bazon Brock, einer der ganz grossen unter den Philosophen!
Immer wieder ein Erlebnis.

 

Barbara Streisand

Eine neue CD von dieser Ausnahmekünstlerin. Ich bin fasziniert, dass man in ihrem Alter noch derart von Energie, Kreativität und Empfindsamkeit beseelt ist.

Ein absolutes „must have“!

k-streisand

Peter Sloterdijk – „Die Trennung der Seele vom Körper…“
(Vortrag 2016)

Es lohnt sich immer wieder ihm zuzuhören

Die verrückte Seite der Barockmusik

Blasius Konzerte Zum Abschluss präsentiert das Ensemble Il suono barocco mit Feuer und Brillanz „Follie Italienne“

  • Allgäuer Zeitung (Kaufbeurer Tagblatt)
  • 24 Aug 2016
  • VON LUCIA BUCH

Doch was bedeutet nun Follia eigentlich? Wörtlich übersetzt zunächst so etwas wie Verrücktheit oder Entfesselung, auch Besessenheit oder im medizinischen Sinne Tollwut. Musikalisch weit gefasst also alles, was das Überschreiten von Grenzen betrifft. Döbereiner deutete dies treffend vor allem in Bezug auf Technik und Emotionen. Enger gefasst meint Follia ein bestimmtes, melodisch-harmonisches Muster, das unter anderem durch die Form der Variationen Folge, einen (langsamen, oft als Sarabande auftretenden) Dreierrhythmus, einen Aufbau als gedoppelte achttaktige Phrase und die Harmoniefolge Moll – Dur – Moll gekennzeichnet ist.Ähnliches galt auch für Vivaldis Trio in g-moll für konzertierende Blockflöte/oboe und Basso continuo: In dieser ebenfalls mustergültigen Follia entwickelten die Musiker rhetorisch perfekt kalkulierte Ecken und Kanten, eine durch vorwärts gepeitschte Synkopen motorisch ausgefeilte Zugkraft und im Schlusssatz in so etwas wie eine abwärts geführte, verrückte Chromatik. Verständlich, dass genau dieser Satz auch als Zugabe gespielt wurde. Oboe und Flöte harmonierten hier klanglich ideal, wie schon zu Beginn in der pfiffig-dialogischen „Echosonate“ in F-Dur von Antonio Lotti gestaltete, in der der Oboe zumeist die beseelt ausgestaltete Führungsfunktion zukam. Schon dabei erlebten die Zuhörer den ausgesprochen dunklen Charakter von Kämpers Instrument als Bereicherung. Dies setzte sich fort im samtig-farbenreichen Wellenfundament in einer Triosonate von Joan Baptista Plá, vor allem aber in den ebenso eigenwilligen wie fein ausnuancierten Klangwerten der Cello-Sonate Nr. 1 in F-Dur von Benedetto Marcello. Mit schlankem und spitz pointiertem Sopraninoton konnte Döbereiner in einer Ciaconna aus Marcellos Feder brillieren.

Zeller entführte in einer Sammartini-Sonata geschliffen und kongenial in das breite Affektenspektrum der Barockoboe. Brose zeigte mit einer sehr kontrastiv im Zusammenspiel aus Bass- und Melodielinie angelegten A-Dur Sonate von Domenico Scarlatti ihr solistisches Können am Cembalo.

In seiner vielleicht reinsten Ausprägung liegt eine Follia im Schlusssatz aus Arcangelo Corellis op. 5 vor – und folglich durfte dieses um 1700 entstandene Werk im Programm nicht fehlen. In einer Fassung für Altblockflöte, einem beliebten Soloinstrument der Barockzeit und Basso continuo liefen Döbereiner, aber auch Kämper, der die wichtige, ebenfalls oft quasi solistisch-virtuos Basslinie temperamentvoll in stürmischen Böen vorwärtstrieb, zur Höchstform auf: In oft elektrisierender, eben entfesselter Spannung durchmaßen die Musiker die Themenvorstellung plus 23 Variationen und zündeten ein betörend-prickelndes Feuerwerk an Details und Auszierungen.

La Follia ist einer der interessantesten Begriffe in der Musikgeschichte – speziell der Barockzeit. Das hochkarätige Ensemble Il suono barocco leuchtete die Vielschichtigkeit dieses musikalischen Phänomens mit Feuer, Exaltiertheit und Brillanz in wechselnden Besetzungen aus. Damit gelang es Doris Döbereiner (Blockflöten), Konrad Zeller (Barock-Oboe), Klaus Kämper (Barock-Violoncello) und Ricarda Brose (Cembalo), die Zuhörer in der voll besetzten Kaufbeurer Blasiuskirche zu faszinieren.